Die biblische Chronologie

Die biblische Chronologie

Von der Schöpfung bis zur Zerstörung Jerusalems

Es war schon immer mein Wunsch, aus den biblischen Jahreszahlen einmal eine Chronologie aufzubauen. Eine Liste der Lebensjahre der ersten Patriarchen ist schnell erstellt, aber bereits bei Terach, dem Vater Abrahams, stößt man auf die erste Hürde. Eine besondere Herausforderung stellt die Zeit der Könige dar, wobei es – obwohl ich die Bibel für unfehlbar halte – sogar für mich erstaunlich war, wie gut diese Zahlen zusammen passten. Im Laufe der Zeit (Der Aufbau der Chronologie hat etwa 6 Monate gedauert) entstand eine recht umfangreiche Tabelle.
Die Chronologie darf nur unverändert weitergegeben werden.

Eine kurze Einführung in die biblische Chronologie

Die Bibel ist Gottes Wort und als solches fehler- und widerspruchsfrei. Das ist die Grundaussage, auf der meine Arbeit beruht. Ich habe deshalb in meiner Chronologie ausschließlich Jahreszahlen genutzt, die von der Bibel genannt werden. Leider ist die Bibel nicht immer so einfach verständlich, wie wir das gerne hätten. Deshalb musste ich manche Jahreszahlen interpretieren, damit sie zueinander passten. Aus diesem Grund sind in der Zeit der Könige zum Teil Jahressprünge und sogar Zeiten ohne Herrscher enthalten. Weil anders die biblischen Zahlen nicht aufgegangen wären, gehe ich davon aus, dass diese Angaben richtig sind.

Die Bibel enthält keine Datumsangaben. Dadurch hängen die ermittelten Jahreszahlen zunächst einmal „in der Luft“, solange sie keinem historischen Bezugspunkt zugeordnet werden können. Um festzustellen, wann was passiert ist, brauchen wir also einen solchen Fixpunkt. Hier müssen uns historische Forschung und Archäologie helfen. Es gibt drei Jahreszahlen, die wissenschaftlich als recht gesichert gelten und deshalb unstrittig sind.

  • Das Jahr 586 v. Chr., in dem Jerusalem durch Nebukadnezar zerstört wurde,
  • Der Untergang des Nordreichs in der Zeit zwischen 720 bis 722 v. Chr. und
  • das Jahr 1550 v. Chr., das als Jahr der Zerstörung Jerichos gilt.

Ich habe in meiner Arbeit das Jahr 586 v. Chr. als „Anker“ benutzt und von diesem Jahr beginnend die Chronologie bis zur Erschaffung der Welt zurückgerechnet. Interessanterweise stimmen damit die biblischen Aussagen mit den historischen und archäologischen Befunden überein:

  • Die Wegführung der Nordstämme haben nach meiner Rechnung im Jahr 721 v. Chr. stattgefunden und
  • den Auszug aus Ägypten habe ich im Jahr 1602 v. Chr. errechnet. Damit wurde Jericho im Jahr 1562 v. Chr. zerstört. Eine relativ unbedeutende Abweichung von 12 Jahren kann man – meine ich – nach über 3.500 Jahren hinnehmen.

Schon Keppler und Newton wussten, dass sich Wissenschaft und Bibel nicht als Kontrahenten gegenüberstehen müssen. Sie wollten als gläubige Christen die Schöpfung Gottes erforschen und wussten, dass Wissenschaft und Bibel auch Partner sein können, die uns bei der Erforschung der Wahrheit helfen.

Ich bin in meiner Arbeit teilweise den Erkenntnissen von Roger Liebi gefolgt, der z. T. allerdings Jahressprünge in seiner Chronologie hat, die er nicht erklärt. Dafür habe ich mich zum Thema Richterzeit an seiner Lösung orientiert, weil sie nach meiner Meinung schlüssig und logisch ist, ohne irgendeine biblische Aussage zu ignorieren.
Leider finde ich auf der neuen Homepage von Roger Liebi seine Chronologie nicht mehr. Wer einen Link hat, stelle ihn mir bitte zur Verfügung. Ich binde ihn dann hier ein.

Die Tabelle

In der Tabelle habe ich alle Jahreszahlen vermerkt, auch Erklärungen bei erforderlichen Sprüngen sind enthalten.

Die Spalten haben folgende Bedeutung:

Spalten A und B (ausgeblendet)

sind Anfangs- und Endjahre eines Ereignisses. Die Spalten enthalten Hilfszahlen, mit deren Hilfe die Rückrechnung vom Jahr 586 v. Chr. durchgeführt werden kann. Weil sie keine weitere Bedeutung haben, sind die Spalten ausgeblendet.

Spalten C und D

sind Anfangs- und Endjahre eines Ereignisses gemäß unserer Zeitrechnung (Jahre vor Christus).

Spalten E und F

sind Anfangs- und Endjahre eines Ereignisses seit der Schöpfung.

Für Fehler- und Korrekturmeldungen bin ich immer dankbar.

Kommentare sind geschlossen.